Bei welchen Patienten macht die Goldimplantation Sinn?

Bei welchen Patienten macht die Goldimplantation Sinn?

Es werden vorwiegend Hunde mittleren und hohen Alters behandelt, aber auch junge Hunde mit teilweise hochgradigen Veränderungen.

Bei welchen Patienten macht die Goldimplantation Sinn?Aus einem alten Hund mit jahrelangen Problemen wird durch die Therapie kein „junger Hüpfer“ mehr. Für die Restlebenszeit können wir die Lebensqualität des Hundes jedoch deutlich erhöhen, so dass er wieder spazieren gehen will, Stufen steigen kann und am Leben der Bezugspersonen teilhaben kann. Teilweise wird bei vor der Implantation schlecht gelaunten bis aggressiven Tieren ein „Sinneswandel“ zu besserer Laune beobachtet.

Bei jüngeren Hunden zielen wir darauf ab, für das weitere Leben eine physiologische – also normale – Bewegung zu erreichen. Aufgrund der chemischen Eigenschaften des Goldes verbrauchen sich die Implantate nicht. Seit 1998 führen wir die Methode der Golddrahtimplantation auch bei jungen und sehr jungen Hunden (ab der 14. Lebenswoche) durch, wenn aufgrund der Frühdiagnose-Röntgenuntersuchung mit einer Hüftdysplasie gerechnet werden muss. Auch bei diesen Hunden lassen sich vielversprechende Erfolge erzielen. Da die Goldimplantate Schmerzen und Missempfindungen stillen, lindern oder verhindern können, kommt es zu keiner Schonhaltung (die sonst jahrelang unerkannt bleibt) und daher auch nicht zur Ausbildung von Sekundärveränderungen, die oft viel schwerer wiegen als die HD selbst. Somit wird es möglich, die HD zu minimieren, auch wenn die Anlage von Eltern und Großeltern vererbt wurde.